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Patella Luxation PDF Drucken E-Mail
Montag, 13. Oktober 2008 um 22:43

Patella Luxation

Eine besonders bei Kleinhunderassen häufig verbreitete Funktionsstörung, die in unserer Sprache mit ausrenken der Kniescheibe deutlich zu übersetzen wäre.

Gründe

Bei Hunden, deren Bänder, Sehnen oder Muskeln in den Hinterbeinen zu schwach sind, oder deren Ober- und Unterschenkelknochen nicht gerade sind, tritt diese Funktionsstörung am häufigsten auf. Auch wenn der normale Platz der Kniescheibe, die Rille im Kniegelenk zu schmal oder zu flach ist, kommt es zur Patella Luxation.

Deutliche Hinweise

Wenn ein Hund beim Laufen dazu neigt, ein Hinterbein hochzuziehen, oder hüpft auf einem Hinterbein. Manche bewegen beim Laufen beide Hinterbeine synchron, wie ein Kaninchen, auch hier lässt sich vermuten, dass eine der Kniescheiben verrutscht ist, so dass er das entsprechende Hinterbein weder anwinkeln, noch belasten kann. Die Patella Luxation wird durch Übergewicht des Hundes stark begünstigt!!! Auch sollten Sie dafür sorgen, dass Ihr Hund durch regelmäßige Bewegung fit gehalten wird. Zum Kräftigen der Muskeln rund um die Kniescheiben empfehlen sich mäßige Steigungen. Es können sowohl nur eines, als aber auch beide Hinterbeine von Patella Luxation betroffen sein. Auch spielt normal das Geschlecht keine Rolle, während man dennoch bedenken sollte: Hündinnen haben während der Läufig- und Trächtigkeit weichere, elastischere Bänder. Dies ist auf die veränderte Hormonproduktion während dieser Phase zurückzuführen. Man sollte also in dieser Zeit keine Kontrolle der Patellen durchführen lassen, wenn man den Normal-Status haben möchte.

Operation

Bei diesem chirurgischen Eingriff kann er sowohl die Knochenstrukturen verändern, als auch die Bewegung der Kniescheibe begrenzen. Die Kniescheibe bekommt einen besseren Halt, wenn er die Rille zwischen den Knochenkämmen vertieft. Bei manchen Hunden empfiehlt es sich, die Kniescheibe zu fixieren, damit ein Herausgleiten verhindert wird. Welche Technik auch immer der Tierarzt in der nötigen Operation nun anwendet, der Hund erholt sich recht schnell und ist normalerweise bereits nach 6 Wochen in der Lage, das betroffene Bein ohne Einschränkung zu bewegen.

Grad 1

die Kniescheibe nur mit manueller Hilfe herausdrücken (luxieren) kann, während sie in der Bewegung des Hundes jedoch an ihrem Platz bleibt.

Grad 2

Auch hier kann man die Kniescheibe luxieren, und sie springt gelegentlich heraus, wenn der Hund läuft, bzw. rennt. Sie kann manuell wieder zurückgeschoben werden, sie renkt sich aber auch durch die Bewegung des Hundes selbst wieder ein.

Grad 3

Hier luxiert die Kniescheibe häufig. Man kann sie zwar mit manueller Hilfe wieder einrenken, aber sie bleibt nicht an ihrem Platz, sie springt immer wieder heraus.

Grad 4

Man kann mit manueller Hilfe nichts mehr machen, die Kniescheibe ist dauernd ausgerenkt, sie kann auch nicht mehr an ihren Platz geschoben werden.

Konsequenz

Durch häufiges Luxieren der Kniescheibe kann es zu einer für das Tier sehr schmerzhaften, arthritischen Entwicklung des betroffenen Gelenkes führen. Ihr Tierarzt wird Ihnen je nach Grad des Patella- Befundes zu einer eventuellen Operation raten.

 

 

 

Aktualisiert ( Sonntag, 01. März 2009 um 17:09 )